Oktober in Island


Im Oktober nach Island? Und das nur für ein paar Tage? Zahlt sich das überhaupt aus? Ja, definitiv!

Oktober zählt in Island eigentlich schon zum Winter. Reisen ins Hochland sind zu dieser Jahreszeit nicht mehr möglich, weil die Straßen wegen des Schnees bereits gesperrt sind. Trotzdem haben wir uns für diesen Monat entschieden, weil wir unbedingt Nordlichter sehen wollten – und wir wurden nicht enttäuscht. Entlang der Ringstraße ist bei unserem Besuch Ende Oktober 2017 übrigens kein Schnee gelegen. Das Vorankommen mit Mietauto war also problemlos. 🙂

Wer Wandern, Natur und Fotografieren liebt, wird auch Island lieben. Die Insel ist ein Traum und mit nichts, das ich bisher gesehen habe, vergleichbar. Am liebsten hätte ich hier ein paar Wochen verbracht, wenn da nicht die Arbeit wäre und die Tatsache, dass Island verdammt teuer ist. So hat sich unser Island-Urlaub auf sechs Tage beschränkt. Für eine Insel-Umrundung war das selbstverständlich zu kurz, aber wir haben es immerhin von Reykjavik bis zur Gletscherlagune Jökulsarlon geschafft – ein Ort, der aus meiner Sicht unbedingt zu einem Island-Trip dazu gehört!

Wer also vor hat, Island nur ein paar Tage zu besuchen, dem würde ich Folgendes ans Herz legen:

1) Raus aus Reykjavik! Reykjavik ist eine wirklich liebe Stadt, aber aus meiner Sicht ist es vollkommen ausreichend, diese am Tag der An- oder Abreise zu entdecken – sofern man mit dem Flugzeug kommt und in Reykjavik landet. Wer wenig Zeit in Island hat, sollte diese lieber nutzen, um die unglaubliche Landschaft Islands zu genießen. Prinzipiell lohnt sich ein Spaziergang durch die Haupteinkaufsstraße Laugavegur, in der es auch jede Menge Streetart gibt, sowie zum Konzerthaus Harpa am Hafen. Außerdem solltet ihr die Augen offen halten: Auf Straßenschildern, Hausecken oder Fensterbrettern findet man in Island hunderte kleine Spielzeugfiguren. 😉

2) Golden Circle zur Einstimmung! Der sogenannte Golden Circle ist die beliebteste Reiseroute in Island. Die drei wichtigsten Sehenswürdigkeiten entlang dieser Strecke sind der Nationalpark Pingvellir, das Geothermalgebiet Haukadalur mit dem großen Geysir und dem Geysir Strokkur sowie der Wasserfall Gullfoss. Entlang dieser Strecke sind zwar die meisten Touristen unterwegs, wer das erste Mal in Island ist, sollte sich den Golden Circle aber trotzdem nicht entgehen lassen. Alle drei Sehenswürdigkeiten lassen sich entspannt an einem Tag besichtigen.

3) Jökulsarlon ist ein Muss! Wie oben bereits erwähnt, war die Gletscherlagune Jökulsarlon für mich ein absolutes Muss! Von Reykjavik aus dauert die Fahrt bis dorthin etwa fünf Stunden. Das lässt sich zwar prinzipiell auch an einem Tag bewältigen, ich fand es aber wesentlich entspannter, am Weg hin und am Weg zurück jeweils einen Zwischenstopp zu machen – etwa bei Vik, einer kleinen Ortschaft im Süden Islands, die vor allem für ihren schwarzen Lava-Strand bekannt ist.

Aber zurück zum Jökulsarlon: Das Highlight dort war für mich der Sonnenaufgang. Dafür hat es sich definitiv gelohnt, früh aufzustehen! In der Nähe der Gletscherlagune gibt es übrigens nur wenige Hotels, also am besten rechtzeitig buchen!

4) Die schönsten Wasserfälle! Wasserfälle gibt es in Island wie Sand am Meer. Gullfoss, Seljalandsfoss und Skogafoss gehören zu den Bekanntesten – und das nicht ohne Grund. Jeder für sich ist auf seine Art und Weise einzigartig und einen Besuch wert. Mein Tipp ist ein Besuch des Seljalandsfoss zu Sonnenuntergang. Wo sonst kann man hinter (!) einem Wasserfall stehen und der Sonne beim Untergehen zusehen?!

5) Schwimmen im verlassenen Pool! Bei wenigen Grad über Null in einen verlassenen Pool in den Bergen zu springen, der von heißen Quellen gespeist wird – ein Erlebnis, das ich definitiv nie vergessen werde! Der Seljavallalaug Pool ist einer der ältesten Pools in Island und liegt in der Nähe der Ortschaft Seljavellir. Von den Isländern selbst wird der Pool heutzutage kaum noch genutzt, weil es mittlerweile ein neuen, moderneren Pool gibt.

Und so findest du den Pool: Wenn du auf der Ringstraße unterwegs bist, musst du bei Seljavellir auf die Straße Nr. 242 abbiegen. Dieser sehr, sehr holprigen Straße folgst du bis zu einem Parkplatz. Von dort aus musst du zu Fuß weiter gehen. Einfach ins Tal hinein gehen und später entlang des Flusses bleiben. Nach etwa 20 Minuten solltest du beim Pool angekommen sein.

6) Den Nachthimmel beobachten und auf Nordlichter hoffen! Von September bis April hat man gute Chancen, in Island Nordlichter zu sehen. Allerdings muss man dafür auch ein bisschen Glück haben und sollte am besten raus aus der Stadt. Wir haben bei unserer Reise gute Erfahrungen mit der Nordlicht-Vorhersage auf dieser Homepage gemacht, die zeigt, wo es Nordlichter und wo es Wolken gibt: http://en.vedur.is/weather/forecasts/aurora/


Fotos aus Island…

… findet ihr HIER!

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